NACHT DER GALERIEN

BAD GODESBERG – 3. MAI 2019

Bad Godesberger Galerien zeigen Kunst

01 CRAFTKONTOR
Annegret Portsteffen
Koblenzerstr. 35 (Eingang Bürgerstraße)
53173 Bonn-Bad Godesberg
ap@craftkontor.com
www.craftkontor.com
Blickwechsel I – Gefäße aus Porzellan von Martina Sigmund-Servetti und Terrakotta-Skulpturen von Johanna Beil

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Martina Sigmund-Servetti beschäftigt sich fast ausschließlich mit dem kapriziösesten der Keramikmassen, dem zarten, aber harten Porzellan. Die charakteristischen Gegensätze wie Dichte, Härte, Leichtigkeit und Transparenz, die das Material mit sich bringt, faszinieren sie. Die Staatspreisträgerin Baden-Württembergs 2017 charakterisiert die Form ihrer Gefäße mit zarten Lineaturen aus schwarzem Porzellan, die in das rein weiße Porzellan hauchdünn eingelassen sind – eine Art Linienintarsie. Es entstehen Gefäße, die durch ihre klare Form sowohl für sich allein als Objekt stehen können, als auch im Gebrauch funktionieren. Ebenfalls rein weiß sind die Terrakotten von Johanna Beil: Einzelskulpturen und Figurengruppen, deren Vorbild die Illustratorin und Bildhauerin im täglichen Leben findet: ein Universum an Typen im Taschenformat. „Einfühlsam beobachtet, ein bischen überzeichnet vielleicht, meist voller Humor und immer ungeheuer lebendig“ (Zitat Nathalie Procaccia, 2017) Der Ton bleibt roh und unglasiert – keine Farbe lenkt ab – alle Details sind durch das Spiel von Licht und Schatten überdeutlich. Hier findet sich die Illustratorin, die am liebsten zeichnet, in der Kontur der Gestalt wieder.

02 GALERIE JUDITH ANDREAE
Judith Andreae
Paul-Kemp-Str. 7
53173 Bonn-Bad Godesberg
info@galerie-andreae.de
www.galerie-andreae.de
The_Vegan_Scanning_Cooking_Printing_Project by Achim Mohné

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Fleischkonsum trägt mehr zur Klimaerwärmung bei als der gesamte weltweite Luft-, Boden und Schiffsverkehr. Über 50 Prozent der Klimabelastung kommen durch den Konsum von Fleisch und tierischen Produkten zu Stande. Eine Ernährungsweise die Tierprodukte vermeidet oder reduziert, ist also „aktiver Klimaschutz“. In seiner Ausstellung in der Galerie Judith Andreae widmet sich Achim Mohné den ethischen und ökologischen Aspekten einer veganen Ernährung und bringt den Besuchern die kulinarische Reichhaltigkeit einer tierproduktlosen Küche nahe. In einer medialen Koch- Performance werden Gemüse, Salate, Früchte, Samen und andere pflanzliche Lebensmittel hochauflösend gescannt und anschließend von Köchen zu Gemüsesuppe und anderen veganen Gerichten weiterverarbeitet. Zugleich mit der Zubereitung des Gemüses durch die Köche, werden die digitalen Daten im Computer bearbeitet und als Stillleben (Pigment-Prints) ausgedruckt. Während das zubereitete Gemüse schon die Mägen der Besucher verwöhnt, werden ihre Abbilder zu musealen Bildreihen angeordnet und im Ausstellungsraum präsentiert. Vernissage während der Nacht der Galerien am 04. Mai 2018

03 GALERIE REUL
Carla Reul
Dürenstraße 9
53173 Bonn-Bad Godesberg
info@galerie-reul.de
www.galerie-reul.de
Andreas Keil „PAINTINGS“, neue Bildobjekte

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Die Galerie Carla Reul präsentiert in der Ausstellung „Paintings“ neue Arbeiten des Künstlers Andreas Keil (*1970) der an der Kunstakademie in Karlsruhe bei Prof. Horst Antes und Lois Weinberger studierte und 1998 Meisterschüler wurde. Farbe und Materialität des Bildträgers spielen bei Andreas Keil eine entscheidende Rolle. Der Künstler malt nicht auf Leinwand sondern er verwendet meist kleinformatige, individuelle Fundstücke aus Holz, die durch ihre besondere Materialität aus Farbe, Konsistenz und Dicke das Bild mitbestimmen. Zu diesem individuellen Bildträger begibt sich Keil dann auf die Suche nach seiner „richtigen“ Farbe, die sich oft als langwieriger Prozess entwickelt. Oft entstehen bis zu 50 – 60 dünne Lasurschichten, die aufgrund der Ölfarbe lange Trocknungszeiten haben. Diese Bildobjekte oder auch als Farb-Raum-Kerne bezeichnet entstehen also nicht aus einer vorab festgelegten Vorstellung über Farbigkeit, sondern es ist ein Unterwegssein zur richtigen Farbe. Auch die Art und Weise des Farbauftrages hängt von der Materialität sprich Form, Farbe und Dicke des Holzes ab. So entstehen individuelle Farb-Raum-Kerne auf die hin sich die Wandflächen ja zum Teil ganze Räume konzentrieren. Die Sichtbarkeit der Realität von Materialität und seiner Bearbeitung steht gleichberechtigt gegenüber der ästhetischen Wirklichkeit des Bildes, die vom einzelnen Betrachter jeweils anders wahrgenommen wird.

04 GALERIE SCHÖN
Franz Schön
Löbestraße 1
53173 Bonn-Bad Godesberg
info@galerie-schoen.de
www.galerie-schoen.de
Parallele Realitäten
Stefan Bock – Maler der „Neuen Leipziger Schule“

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Stefan Bock geb. 1974 in Nordhausen/Harz. 1999-2006 Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig in den Fachklassen für Malerei von Prof. Arno Rink und Prof. Sighard Gille. 2006 Abschluss mit Diplom (Malerei/Grafik)

Stefan Bock setzt sich mit dem Einfluss der modernen Lebensart auf den Menschen sowie mit den sich dadurch veränderten Verhaltensweisen auseinander. In seinem vielschichtigen Werk geht es um das malerische Wechselspiel zwischen Natur, Mensch und Technik. Charakteristisch für Bocks mehrfarbige Linoldrucke ist die malerische Umsetzungsweise.

05 GALERIE 62
Harald Gesterkamp und Irmgard Hofmann
Germanenstraße 62
53175 Bonn-Bad Godesberg
galerie62-bonn@web.de
www.galerie62.de
Propaganda – Druckgrafiken von Daniel Richter

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Die Galerie 62 zeigt Druckgrafiken des Malers Daniel Richter, die in seiner politischsten Arbeitsphase in den Jahren 2001 bis 2009 entstanden sind. Seit dem Jahr 2000 hat Richter mit großformatigen figürlichen Öl-Kompositionen die Welt in Atem gehalten, die in fast allen großen Museen, u.a. auch im Kunstmuseum Bonn, zu finden sind. Widerborstigkeit wandelt sich in seinen Bildern dieser Zeit zur Ästhetik. In der Galerie 62 ist unter anderem eine Variation seines berühmten Bildes „Tarifa“ zu sehen, das ein Flüchtlingsboot auf dem Mittelmeer zeigt – gemalt hat es Richter nicht während der Flüchtlingskrise, sondern bereits 2001. Andere Werke zeigen vermeintlich Alltägliches oder auch eine geisterhafte Staatsgewalt, die bedrohlich wirkt. Daniel Richter wurde 1962 in Eutin geboten, lebte lange in Hamburg, wo er an der Hochschule für bildende Künste studierte. In Berlin war er Professor an der dortigen Universität der Künste und später auch an der Akademie der bildenden Künste Wien. Ergänzend zu Daniel Richter zeigt die Galerie 62 weitere Druckgrafiken bekannter deutscher Maler der Gegenwart.

06 HAUS AN DER REDOUTE
Martina Bonczek
Kurfürstenallee 1a
53177 Bonn-Bad Godesberg
martina.bonczek@bonn.de
www.Ausstellungen im Haus an der Redoute
Zur Zeit – Die Künstlergruppe Bonn zeigt ihre aktuellen Arbeiten

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Die Künstlergruppe Bonn besteht seit 1955. Viele Jahre war sie der einzige Zusammenschluss von bildenden Künstlern in der Region. Die Mitgliederzahl schwankte über die Jahre zwischen 30 bis 40: Maler, Grafiker, Illustratoren, Zeichner, Bildhauer, Fotografen und Künstler, die mit neuen Medien gestalten. Sie eint kein einheitliches ästhetisches oder stilistisches Programm, man strebte eine Interessengemeinschaft an zur gegenseitigen Unterstützung und zum Organisieren von Ausstellungen. Die Aufnahme neuer Mitglieder geschieht durch Vorlage von künstlerischen Arbeiten, worüber die Gruppenversammlung entscheidet. Ausstellungsort war in der Vergangenheit meist das Kurfürstliche Gärtnerhaus im Baumschulwäldchen, später kamen das Künstlerforum Bonn und das Haus an der Redoute in Bonn-Bad Godesberg hinzu. Zur Zeit zählt die Gruppe 25 Mitglieder.

07 KUNSTHANDLUNG KESSEL
Ilona Böhm
Friesdorfer Straße 23
53175 Bonn-Bad Godesberg
boehm@kunsthandlung-kessel.de
www.kunsthandlung-kessel.de
3D-Grafiken von James Rizzi und Ölgemälde von Günter Burr

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James Rizzi war schon zu Lebzeiten einer der populärsten Künstler aller Zeiten, ein echter „Pop Artist“. Seit den 1970er Jahren sind seine 3-D-Grafiken untrennbar mit seinem Namen verbunden. Sein unnachahmlicher persönlicher Stil, sein Humor und sein Optimismus, die allen seinen Werken innewohnen, werden von Millionen von Fans weltweit geliebt. Nach seinem unerwarteten Tod im Dezember 2011 ist die Nachfrage nach den Arbeiten des New Yorker Künstlers geradezu explodiert. Günter Burr erhielt seine erste professionelle Förderung und Ausbildung bei Professor Büchel in Würzburg. 1964 begann er eine Ausbildung im Atelier des Kokoschka-Schülers Dieter Lukas-Larsen in Düsseldorf, wo er sich in ein intensives Studium der klassischen Öl- und Aquarellmalerei vertiefte. Sein Spektrum reicht von konservativer Ölmalerei mit gegenständlichen Motiven bis abstrakten Darstellungen. Erleben Sie in den Ausstellungsräumen aber auch das Zusammenspiel von Kunst und Handwerk. Kunst braucht den richten Rahmen. Das gilt für wertvolle Exponate wie für Bilder oder Objekte mit Erinnerungswert. Die Kunsthandlung Kessel bietet daher in eigener Werkstatt u. a. handgefertigte Echtgoldrahmen und sorgt für eine fachgerechte konservatorische Einrahmung. Und damit der perfekten Sicht auf das Kunstwerk nichts im Wege steht, setzt man hier auf die extreme Entspiegelung von wertvollem Museumsglas.

08 KUNSTKABINETT S.M.
Stefan Moll
Friesdorfer Straße 100
53173 Bonn-Bad Godesberg
kunstkabinettsm@web.de
www.kunstkabinett-sm.de
Maik Prus: „Summe“

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In einer einheitlichen Rauminstallation verfolgt Maik Prus in seiner vierten Einzelausstellung im Kunstkabinett ein Konzept von Modulationen künstlerischer Kompositionen. Prus bearbeitet dabei Fragen von performativer Varianz innerhalb des künstlerischen Arbeitsprozesses sowie ästhetischer Gefühlsentsprechungen in Bezug auf den Faktor Zeit und entdeckt dabei die Themenfelder von Perspektive und Vervielfältigung.

Die Resultate sind Arbeiten von sowohl oft irreführender Leichtigkeit als auch minimalistischer Charakteristik. Die Ausstellung findet statt vom 04. Mai bis 07. Juli 2018.

09 KUNSTVEREIN BAD GODESBERG
Ingrid Gahl und Jürgen Laue
Burgstraße 85
53177 Bonn-Bad Godesberg
info@kunstverein-bad-godesberg.de
www.kunstverein-bad-godesberg.de
Figur – betont
Monika Meschke zeigt Objekte und Margret Langen stellt experimentelle Malerei aus

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Monika Meschkes Frauen – lebensgroße Figuren aus Styropor, behandelt mit Kunstharz und Glasfiber, sowie mit in Leim getauchte Tücher, sind figurativ, aber nie naturalistisch. Ohne zu provozieren, überraschen und erstaunen sie den Betrachter mit stiller Intensität. Körpersprache und Blickrichtung sind die Hauptelemente ihres Ausdrucks. Hier wird die Erfahrung der Künstlerin deutlich, die in den verschiedensten Formen des Theaters gearbeitet hat: Tanz, Pantomime, Figurentheater.
Die Bilder von Margret Langen in Acryl und Mischtechniken – zumeist Darstellungen von Frauen – entstehen in einer Kombination von experimenteller Malerei und zeichnerischen Elementen. Starke Farben sowie deutliche Graffiti-Einflüsse verstärken die Dynamik in einem Spannungsfeld von Komposition und Improvisation. Die Konzentration legt die Künstlerin auf eingefrorene Bewegung und Körperhaltung. Wichtig ist ihr, in ihren Werken Gefühle wie Geborgenheit, Unabhängigkeit und Unbeschwertheit auszudrücken.

10 „TheRhineArt“ im KATHARINENHOF
Anne Beikircher
Venner Straße 51
53177 Bonn-Bad Godesberg
k.beikircher@netcologne.de
www.therhinerart.de
Catharina de Rijke mit „Homeland“ und Gastkünstler

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HOMELAND

Im Oeuvre der niederländischen Künstlerin Catharina de Rijke spielt das Thema Landschaft eine wesentliche Rolle.
Die Künstlerin stammt aus der niederländischen Provinz Zeeland an der Nordseeküste Europas, deren Struktur hauptsächlich aus Inseln und Halbinseln besteht.
Landschaft soll in ihrer Malerei nicht verstanden werden als Abbild konkreter natürlicher Gegebenheiten oder Wiedergabe geologischer Formationen, sondern als übergeordnete poetische Instanz, die stets im Bezug zum Menschen steht. Auch der menschliche Körper kann so gesehen eine Landschaft sein. Und umgekehrt kann die Landschaft auch ein Körper sein. Hier schwingt eine spirituelle Auffassung der Erde als „Mutter Erde“ mit, im Sinne einer Ganzheit aus Natur und Lebewesen.
„Homeland“ gibt einen Leitfaden durch die Bildwelten von Catharina de Rijke.

Gast Künstlerin ist Helle Rask Crawford aus Dänemark.

Die Ausstellung läuft bis zum 30. Juni 2018